Wasser ist das wichtigste Lebensmittel, daher trinke ich jeden Tag sehr viel Wasser. Ich konnte feststellen dass das Wasser zu Hause in Appenzell qualitativ wesentlich besser schmeckt als das Wasser in Rorschach. Das Wasser in Appenzell wirkt frischer und weniger fade.
In der Schweiz wird das Trinkwasser aus Quell-, Grund- und Seewasser gewonnen. Dank der guten Qualität von Grund- und Quellwasser beschränkt sich die Aufbereitung in der Regel auf eine Sicherheitsinfektion, das einstufige Verfahren. Es besteht aus Chlorung und UV- Bestrahlung. Die Trinkwasseraufbereitung ist jedoch von der Rohwasserqualität abhängig. Sie erfolgt entweder in einem Behandlungsschritt, das ist einstufiges Verfahren oder in mehrstufigem Verfahren. Letzteres ist mit Filtration, Flockungs- und Langsamfiltration, Aktivkohleadsorption sowie chemischer Oxidation und Desinfektion mit Ozon aufwändiger.
In Appenzell- Innerhoden gibt es Wasserversorgungsanlagen in Appenzell, Rüte, Haslen, Gonten und Oberegg. Meine Familie bezieht das Wasser von Rüte.
Angaben zur Wassergewinnung:
Aufbereitetes Quellwasser:60%
Grundwasser: 40%
Seewasser: 0%
Die Gesamtkeimzahl beträgt 100 pro ml.
Quellen sind sehr wertvoll, wenn sie ergiebig sind, gute Wasserqualität aufweisen und eine konstante Schüttung aufweisen. „Echtes“ Grundwasser stammt aus Niederschlägen.
Quellwasser wird aus natürlichen oder künstlich erschlossenen Quellen entnommen und direkt am Quellort abgefüllt und ist normalerweise von sehr guter Qualität.
Das Prinzip einer Quellwassererfassung ist einfach. Der Regen fällt auf den Boden, welcher das Wasser wie ein Schwamm aufnimmt. Das Wasser sickert mehrere Meter tief in den Boden. Trifft das versickerte Wasser auf eine undurchlässige Lehm- oder Felsschicht, fliesst es nun dieser Schicht entlang. An diesen Stellen werden Sickerröhren eingebaut. In der ersten Kammer wird der im Quellwasser mitgeführte Sand abgelagert. In der zweiten Kammer werden die letzten Feinstoffe mit einem feinen Sieb zurückgehalten. Das klare Quellwasser wird zum Reservoir geleitet.
Grundwasser ist das Wasser das unter der Erdoberfläche in Hohlräumen einen Wasserkörper bildet.
Die gesellschaftlichen und technischen Entwicklungen der Wasserversorgungsanlagen stellen immer wieder neue Anforderungen. In dieser Woche ist mir bewusst geworden, wie viel Wasser ich eigentlich im Alltag (beim Waschen, Duschen, Putzen, Trinken…) benötige. In Zukunft werde ich mit dem Wasser sorgsamer und bewusster umgehen und „mein“ frisches Quellwasser besonders schätzen.
Mittwoch, 4. März 2009
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