Mittwoch, 11. März 2009
Liebe Studierende, mit grossem Interesse habe ich Ihre Posts gelesen. Beeindruckt haben mich Ihre Ehrlichkeit beim 'Footprint' und 'C02-Rechner' und Ihre Differenziertheit die Zeitungsartikel betreffend. Sie erwähnten, dass es gar nicht so einfach war, Artikel zum Thema 'Nachhaltigkeit' zu finden. Dabei wäre die Frage eines 'nachthaltigen Wachstums' sehr brennend für den Umgang mit der aktuelle Krise. Ob eine einzelne Person tatsächlich etwas verändern kann in im grossen Gesamtgefüge der Welt? Ich habe kürzlich gelesen, dass die grossen Bewegungen stets von einzelnen ausgingen: Ich denke an Mahatma Ghandi, an Rosa Parks, die schwarze Frau, die sich geweigert hat, ihren Platz im Bus in Montgomery freizumachen, und an Martin Luther King. Ohne die beiden wäre ein Präsident Obama wohl undenkbar. Mir fällt die Bananenfrau Ursula Brunner aus Frauenfeld ein, dank deren Initiative die ganze Fair-Trade-Bewegung in der Schweiz Fuss gefasst hat oder der Boykott der Granny-Smith-Äpfel in den 70er- und 80er-Jahren, der zum Sturz des Apartheid-Regimes in Südafrika beigetragen hat. Beeindruckt hat mich der Bericht über die Sonderdeponie in Kölliken im Zusammenhang mit der Entsorgung von Co2. Al Gore hat diese Möglichkeit des Absorbierens und Lagerns von C02 in seinem Film erwähnt, das hat mich hellhörig gemacht. Dies kann vielleicht vorübergehend eine Entschärfung des Problems bringen, ist aber sicher keine Lösung, wie es der Roman von Luise Rinser 'Silberschuld' offenbar deutlich macht. Ein Wort zum Schluss: Es freut mich, dass die Kampagne von 'Fastenopfer' und 'Brot für alle' wahrgenommen wird. Vielleicht kaufen Sie in Ihrer Bäckerei ja eoin 'Brot zum Teilen'. Es schmeckt sehr gut? Guten Appetit und bis zum nächsten Mal. Freundliche Grüsse, Barbara Stehle alias mikesch
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