Ich habe im St. Galler Tagblatt zwei Artikel gefunden, die mich ziemlich beschäftigten. Einerseits wir nun während der Fastenzeit in 400 Bäckereien der Schweiz das "Fastenbrot" mit einem Aufpreis von 50 Rappen verkauft. Diese 50 Rappen pro Brot werden direkt in Projekte im Süden investiert. Die Armen sind jene im Süden, von Überschwemmungen und Dürren. Diese bedrohen die Nahrungsgrundlagen die Menschen. Die Bauern sind gezwungen, ihre Methoden um Saatgut anzubauen zu ändern. Der Slogan der Kampagne lautet "Weil das Recht auf Nahrung gutes Klima braucht". Richtig! Nur leider Gottes sind genau diese Länder jene, die nur wenig an der Klimakrise beteiligt sind. Wobei... Meine Eltern reisen jedes Jahr in fremde Länder, meist eher in ärmere Länder. Jedes Jahr aber erzählen sie wieder das selbe: Autos die nur noch aus einem Motor und vier Rädern bestehen. Sie fahren, mehr nicht. Jene Autos, die hier in der Schweiz nicht mehr den Bestimmungen entsprechen, werden einfach in ärmere Länder verschifft. Nun frage ich mich: Was nützt der Druck auf der Autoindustrie, umweltfreundlichere Autos zu produzieren? Was nützt das schlechte Gewissen von uns, wenn wir an unsere "Dreckschleuder" in der Garage denken? Wie viele Menschen geben ihr Auto in den Export? Sind wir Schweizer unter einer Käseglocke? Können wir die ganze Welt verändern, wenn wir umweltbewusst leben? Nein! Und genau deshalb müssen wir ein wenig weiterdenken. Ersetze ich mein Auto (ich bitte um Entschuldigung, aber es ist eher unwahrscheinlich, dass ich kein Auto mehr haben werde, aber ich werde darauf achten, dass mein nächstes Auto umweltbewusster ist), weil es zu viele Schadstoffe produziert durch ein Neues, so überlege ich ja eigentlich gut: mein Auto schadet der Umwelt. Dann muss ich aber dafür sorgen, dass mein altes Auto nirgends mehr fährt. Ein grosses Thema ich könnte endlos darüber diskutieren,..
Um noch einmal auf die Käseglocke zurückzukommen: Denkt nicht genau das Hotelplan? Bietet diese Reisegesellschaft doch während des Auto-Salons in Genf Flüge vom Flughafen Altenrhein nach Genf an. In einem Brief der AfF an Hotelplan gerichtet heisst es "Zum Frühbucherpreis von 555 Franken samt Sektfrühstück ermöglichen Sie gutbetuchten Sonderlingen und Umwelt-Ignoranten, den Weg zum Genfer Auto-Salon mit dem Flugzeug ab Altenrhein zurückzulegen." Wir sind nicht nur unter einer Käseglocke und nicht betroffen von Schadstoffen aus anderen Ländern, nein, wir stossen schon gar nicht erst Schadstoffe aus. Wir können heizen, Auto fahren und sogar fliegen, ohne die Umwelt zu belasten. Um die neusten (nicht immer umweltbewussten) Autos zu bestauenen fliegen wir schnell nach Genf. Mit dem Zug zu fahren wäre ja nicht zumutbar und ginge viel zu lange. Hier die Hektik der Bevölkerung. Man hat keine Zeit mehr, alles muss schnell gehen. So ist ein Flug an den Auto-Salon eigentlich gar nicht so abwägig. Wer Geld hat, aber keine Zeit, kann vielleicht doch live überprüfen, welches Auto er sich als nächstes kaufen will.
"Birreweich"
Sonntag, 1. März 2009
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Katja. Jawohl...birreweich! Das kann ich dazu sagen. Mich beelendet diese "Fokus-Öffnung" innerhalb dieses Modul zusehends. Nicht, dass ich mich dagegen wehre...doch das heute früh genannte Visionsdenken fällt mir sehr schwer. Ich bin grundsätzlich ein lebensbejahender Mensch - doch mir fällt es wirklich schwer, Visionen zu entwickeln und diese im BNE noch einzufügen...noch im Kleinen umzusetzen. Irgendwie macht sich da - eine Nano-Resignation breit und breiter. Wohin des Weges, Mensch!!!Valentina
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