Montag, 18. Mai 2009

Liebe Studierende
Da bin ich aber sehr froh, dass die Fotos brauchbar waren. Ich habe mir im Nachhinein auch noch Gedanken darüber gemacht, ob es wohl in Ordnung war, die HeimbewohnerInnen einfach so zu fotografieren ohne sie zu fragen... Aber ich konnte einfach nicht widerstehen - die strahlenden Augen, die Sie erwähnen, habe ich auch wahrgenommen. Sie haben eine Stunde voller Licht und Freude ins Altersheim gebracht. Dass Ihnen zu Beginn etwas beklemmend zu Mute war, kann ich gut verstehen. Aber das hat sich ja sehr bald gelegt.
Meinerseits nun noch eine Bitte: Löschen Sie Ihren Blog erst Ende Mai. Mir bleibt, Ihnen eine gute Prüfungsvorbereitung und erfolgreiche Prüfungen zu wünschen. Für Ihre berufliche und private Zukunft wünsche Ihnen Freude und Erfüllung.
Herzliche Grüsse, Barbara Stehle  (mikesch)

Montag, 11. Mai 2009

Tauschrunde

  • Wir fragten uns, welche Gegenstände wir nicht mehr brauchen. Sie sollten aber noch brauchbar sein.
  • Sie sollten in einem guten Zustand sein. Man konnte sich endlich von etwas trennen. So mussten wir die Dinge nicht fortwerfen, sondern konnten sie jemandem geben, welcher wieder Freude daran hat.
  • Grundsätzlich nahmen wir sie leichten Herzens die Gegenstände mit. Es machte uns nichts aus, sie wegzugeben. Lediglich ein Gegenstand fiel jemandem von uns schwer, da dieser von ihren Eltern war.
  • Die Frage war da, von wem der Gegenstand sein könnte. Es gingem einen viele Fragen durch den Kopf: Wem gehört der Gegenstand? Weshalb trennt diese Person sich davon? Einiges konnten wir nicht ganz nachvollziehen. Einige Gegenstände schienen schnell zusammengesucht und waren nicht wirklich brauchbar. Andere hingegen waren überlegt ausgewählt und erzählten irgendwie eine Geschichte.
  • Bei jemandem von uns war es lediglich ein Gegenstand. Darüber hat sie sich so gefreut, dass sie ihn gleich wieder mitgenommen hat. Den anderen waren es egal, dass nicht alles mitgenommen wurde.
  • Wir haben weniger wieder mitgenommen als wir gebracht haben. Wir haben nur jene Sachen mitgenommen, welche wir auch brauchen können. Noch mehr "Ramsch" brauchen wir zu Hause nicht ->Ansichtssache. Die Beziehung zu den Gegenständen hat gefehlt, deshalb fiel uns die Wahl relativ schwer.
  • Mit klaren Richtlinien. Die Dinge müssen noch brauchbar sein. Die Eltern müssen um Erlaubnis gefragt werden. Am Anfang wird von der Lehrperson kontrolliert, ob alle die richtige Anzahl Gegenstände mitgenommen haben. Erst folgt eine Ausstellung, an der die Gegenstände nur angeschaut werden können. Sinn und Zweck der Aktion erläutern. Klar sagen, wie viele Gegenstände wieder genommen werden können. Klare Verhaltensregeln schaffen. Organisieren, was mit dem Rest passiert.

Grüsse

Laraina Küng, Valentina Kamnik, Katja Ehrbar, Monique Sommer, Gabi Huber, Patricia Rütsche

Sonntag, 10. Mai 2009

Singen im Altersheim Heinrichsbad











Unseren SOL-Auftrag führten wir in einem Altersheim durch. Wir stellten ein kurzes Programm zusammen, welches wir den Menschen vortragen wollten.








Die ganze Organisation im Vorfeld empfanden wir als eher schwerfällig. Da wir aus verschiedenen Lerngruppen stammen, haben wir vorwiegend über e-Mail kommuniziert. Trotzdem haben wir es geschafft mit einem lässigen Programm die älteren Menschen zu begeistern.




Anfangs als wir ins Altersheim kamen, war es ein wenig ein komisches Gefühl. Der Geruch, die Menschen... Endstation... Uns war im ersten Moment nicht zum Lachen zu Mute.




Als wir mit dem Programm begannen, hatten wir kurz das Gefühl, dass es die Menschen gar nicht wirklich interessiert. Doch mit jedem Lied, dass wir mehr sangen, stieg die Freude der Menschen. Besonders die Appenzellerlieder kamen an. Die Leute begannen mitzusingen. Die strahlenden Augen der Menschen haben uns animiert, motiviert und auch wir wurden immer lockerer. Wir haben wohl mehr spontan als geplant gehandelt, dies hat das ganze aber gemütlich und nicht star gemacht.




Am meisten fasziniert hat uns ein Mann, welcher im Rollstuhl sass, die Augen immer geschlossen hielt und es schien, dass er nichts mitbekommt. Beim letzten Lied jedoch, welches wir mit den älteren Menschen zusammen gestalteten (sie begleiteten mit Steinen), begann dieser Mann plötzlich mit seinen Füssen den Takt mitzuklopfen. Vorher haben wir von ihm keine Bewegungen gesehen. So wussten wir, dass unsere Lieder bei allen ankamen.








Für uns war dies ein wahnsinnig erfühllendes Erlebnis und wir sind froh, haben wir uns für eine solche Unterhaltung entschieden.