Donnerstag, 12. März 2009

Achtsam wahrnehmen, achtsam werden

Auf meine Zimmerwand habe ich auf einen Zettel „achtsam wahrnehmen, achtsam leben“ notiert. Diese Woche wurde ich immer wieder aufmerksam auf diesen Leitspruch.

Ich habe mir für diese Woche ein Ziel festgelegt:

Bewusst im gegenwärtigen Augenblick leben ohne zu urteilen. Das Leben läuft jetzt, nicht in der Vergangenheit und nicht in der Zukunft. Ich mache immer eine Sache bewusst!!


Ich habe versucht, mein Ziel umzusetzen, jedoch es war nicht einfach, jahrelange Automatismen aufzubrechen. Ich achtete darauf, dass ich im gegenwärtigen Augenblick lebe. Es ist mir aufgefallen, dass es viele Menschen gibt, welche oft an die Zukunft denken (an die Abgabe der Bachelorarbeit, an die bevorstehenden Abschlussprüfungen, an eine nicht gestresste Zeit…) und häufig im Voraus Angst haben und sich Sorge machen. Ich bin eher ein gelassener und optimistischer Mensch, aber es gelingt mir trotzdem nicht immer, im gegenwärtigen Augenblick zu leben. Ich stellte fest, dass meine Gedanken beim Cello spielen manchmal oft total woanders sind und leider nicht in der „Welt der Musik.“

Es fiel mir auf, wie schnell und abwesend ich esse. Während dem Essen spreche ich oft mit den Menschen oder lese gleichzeitig noch die Zeitung und mein Teller ist in der Mensa immer zuerst leer...:)
So war ich während des Essens nicht mehr so hektisch, da ich an die Achtsamkeit dachte.

Mir wurde bewusst, dass es viel einfacher ist, alten Gewohnheiten treu zu bleiben, als sich auf neues, unbekanntes Terrain zu begeben. Wer sich viel oder zu viel vornimmt, wird stressig, und es ist nicht möglich achtsam wahrzunehmen.
Ich nehme mir vor, dass ich in Zukunft vermehrt „Stille-Stunden“ für mich einschalte, eine Auszeit gönne und somit achtsamer lebe.

2 Kommentare:

  1. sali magdalena:)
    Ich finde es toll und das finde ich auch speziell an dir, dass du so gelassen und unbelastet bist! Du nimmst jeden Tag wie er ist. Jedoch finde ich es in der Sache der nachhaltigen Zukunft doch wichtig, in die Zukunft zu sehen. Es geht nach dir ja noch weiter, deine lieben Kinder Enkel etc. :)
    Deine Gewohnheiten sind zwar schwer zu durchbrechen, jedoch sind es ja keine Schlimmen... Ist dieser Auftrag nicht im Bezug auf die nachhaltige Zukunft gemeint? Du hast die Achtsamkeit auf der sozialen Ebene beschrieben. Bleibe trotzdem so wie du bist und lebe im Moment und ab und zu denke an die Zukunft!

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  2. Liebe Laraina

    Ich habe meine Achtsamkeit diese Woche meinen Mitmenschen geschenkt. Wie du schreibst, es ist oft so, dass man gar nicht richtig bei der Sache ist. Oft erledigt man ein paar Sachen sogar zugleich. Ich denke auch, dass man sich bewusster mit den einzelnen Dingen im Leben beschäftigen soll.
    Das Beispiel Essen - es geht mir genau gleich, mein Teller ist auch immer zuerst leer. Es würde uns nicht passieren, wenn wir achtsamer essen, uns mehr Zeit nehmen und das Essen geniessen.

    Liebe Grüsse
    Darinka

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