Montag, 23. Februar 2009

schweiz akutell 23.2.200

Sondermülldeponie Kölliken

"Von 1978 bis 1985 wurden in der ehemaligen Tongrube rund 375'000 Tonnen giftiger Sondermüll aus der Schweiz und dem benachbarten Ausland eingelagert. Was man damals als Pionierwerk bei der Entsorgung besonders gefährlicher Abfälle taxierte, wurde in der Folge zu einem der grössten Umweltskandale der Schweiz.

Die vermeintlich dichte Deponie erwies sich nämlich als wasserdurchlässig. Deshalb bedrohen nun die über 160'000 eingelagerten Chemiefässer einen der grössten Grundwasserströme der Schweiz und damit das Trinkwasser einer ganzen Region. Um dies zu verhindern, verfügte der Kanton Aargau 2000 den völligen Rückbau der Deponie. Seit Ende 2007 wird nun der Sondermüll in der eigens gebauten, riesigen Halle über der Deponie wieder ausgegraben, behandelt und nach modernsten Methoden entgiftet und entsorgt.

Diese Sanierung ist weltweit einzigartig, technisch heikel, kostet rund 450 Millionen Franken und dauert rund fünf Jahre.

Schweiz aktuell berichtet, wie dies geschieht und was mit dem Giftmüll passiert. Die Sendung zeigt, wie es damals zu diesem Umweltskandal kommen konnte und gibt Betroffenen vor Ort und Sondermüllexperten das Wort" (www.fernseher.ch)

Wo soll der Abfall hin? Lösung war die Tongrube in Kölliken. Jedoch hat man die geologie unterschätzt und es hatte undichte Stellen. Viele Chemiekalien gelangen so in das Grundwasser. Wie gefährlich ist diese Deponie für unsere Natur? Wieso machen wir dies? Sie gehen wir mit unserer Mutter Erde um? Wieso produzieren wir solchen Abfall, den unsere Welt zerstört? Normalerwiese kann die Erde selber auf sich achten und zerstört sich selber nicht. Aber wir Menschen stellen gefährliche Stoffe, Chemikalien her, welche unsere Natur zerstören. Ein weiteres Beispeil ist ein AKW, was passiert mit diesen Abfallprodukten? Diese müssen auch irgendwo deponiert werden.

Erschrecken finde ich, dass wir damit einen der wichtigsten Grundwasserströme der Schweiz gefährden. Für die Schweiz ist das Wasser der eigentliche Schatz oder der Rohstoff. Wir werden als Wasserhochburg bezeichnet, aber wenn solche Katastrophen eintreffen würden, dann hätte das fatale Folgen für uns. Es ist nicht selbstverständlich, dass wir Wasser vom Wasserhahn trinken können. Schon in Nachbarsländer ist dies nicht mehr möglich. Für die Nachhaltikeit unserer Welt müssen wir zwingend achten, dass wir unsere Rohstoffe nicht gefährden und vor allem nicht alles aufbrauchen, sondern uns überlegen, wie wir den Rohstoff auch in Zukunft noch haben und gebrauchen könnnen.

3 Kommentare:

  1. Das mit der Sondermülldeponie Kölliken ist eine traurige Sache. Vor allem, wenn man an die Kosten für diese teure Halle denkt. Wenn ich mich nicht täusche, ist es die Grösste Europas. Und wer einmal an ihr vorbeigefahren ist (die Autobahn führt direkt daneben vorbei), weiss, wieso dem so ist.
    Bezüglich den Abfallprodukten der AKW`s habe ich nicht so grosse Bedenken. Diese werden ja meistens sehr weit in einem Berg und gut verschlossen gelagert. Weit mehr Sorgen machen mir die AKW`s. Untersuchungen in der Schweiz haben ergeben, dass die Tier- und Pflanzenwelt in der Nähe von AKW`s besorgniserregende Anomalien aufweisen. Als Folge der Radioaktivität, welche in diesem Gebiet erhöht ist. Zwar steht es nicht gerade so schlimm wie beim dreiäugigen Fisch in der Zeichentrickserie "Die Simpsons", aber trotzdem. Die angstmachende Rechnung ist nun schnell gemacht: Wenn sich die Gene der Tiere und Pflanzen in der Nähe von AKW`s mutiert haben, was passiert dann wohl mit dem Genmaterial der Menschen...?!

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  2. Spannend deine Gedanken zum schweiz aktuell zu lesen! Ich habe den Beitrag auch gesehen und gerade Post veröffentlicht. Ich bin gespannt, was schweiz aktuell noch alles über die Mülldeponie berichtet.

    Ich frage mich auch, wo wir mit diesem "Müll" hingehen. Darum denke ich, dass wir hier einer grossen Aufgabe ins Auge sehen!

    Dass die Erde normalerweise auf sich selber achtet und sich nicht zerstört finde ich eine spannende Überlegung. Ich denke, dass sich die Erde auch gegen das wehrt, was momentan mit ihr passiert. Vielleicht ist es wirklich so, dass zuerst etwas grosses passieren muss, bevor wir (die Menschheit) etwas an unserem Verhalten ändern.

    (Salzmann, LG 06 G a)

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  3. Hallo Monique

    Ja das mit dem Abfall ist wirklich eine traurige Geschichte. Es gibt Länder, da sitzen die Menschen wortwörtlich auf ihrem eigenen Abfall. Im letzen Jahr war ja deshalb Neapel sehr präsent in den Medien. Das schlimme an der ganzen Müllsache ist, dass er so oft illegal entsorgt wird. Wo es Meere hat, wirde der Müll ins Meer geschüttet, wo es Wälder gibt, wird auch Abfall abgeladen. Nichts bleibt verschont.

    Ich befürchte, dass vor allem die Menschen in den reichen Ländern zuerst einmal leiden müssen, bevor sie an ihrem Lebensstil etwas ändern.

    LG
    Annatina LG 06 Ad

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