Donnerstag, 19. Februar 2009

Mein Geschenk an die Erde...

...wird das Benutzen von umweltfreundlichen Waschmitteln, Abwaschmitteln und Kosmetika sein, denn das Bewusstsein um den Wasserkreislauf fasziniert und beschäftigt mich immer und immer wieder. Dazu Sorge tragen - mein Geschenk an die Erde.
Die zwei Tests habe ich ausgefüllt und - ich gestehe zu meiner Schande - dass ich
a) zuviel Fleisch konsumiere
b) zuviel mit dem Auto fahre
c) zuviel Kurzstreckenflüge geniesse
d) zuwenig Saisongemüse konsumiere
e) lieber Ökostrom benutzen soll
Ich verbrate mit meinem Lebensstandard durchschnittlich 12,2t CO2 - und "besetze" 2,5 Planeten Erde mit meinem Dasein.
Die Tests sind ebenfalls in etwa so heraus gekommen, wie ich es gedacht habe. Es gibt einfach einige Haken, die es zu erwähnen gibt.
Ich kann im Kleinen, in meinem Konsumverhalten sicher einiges ändern - und ich wurde in diesen Tests auch auf einige Punkte sensibilisiert.
Mein "Transportverhalten" wäre sicherlich zu ändern. Mit zu berücksichtigen aber ist immer auch der Faktor "Zeit". Ich könnte zum Beispiel Studium und meine Arbeit unmöglich mit den ÖV bewältigen. Dass ich in der Freizeit auf das Auto verzichte, ist absolut machbar und wird möglichst auch umgesetzt.
Zu den Themen "Saisongemüse" und "Bio-Label" möchte ich sagen, dass es innerhalb einer Wohngegend von 1000 m über Meeresspiegel kaum möglich ist, Gemüse und Obst anzupflanzen. Da bleibt lediglich ein sinnvolles Einkaufen und gekonntes Lagern, was halt auch nur bedingte Häuser anbieten. (Kühler Naturkeller ist nicht überall anzutreffen). Bezüglich "Bio-Produkten" habe ich auch meine bedenken und auch diese sollten nicht blind gekauft werden. Es gilt wirklich zu prüfen, ob sie wirklich biologisch sind (grüner Anbau neben einer Autobahn oder Flughafenlandebahn?). Ein kritisches Einkaufen ist sicher sinnvoll. Ich nehme mir vor, sinnvoll (auch im Mass!) bei naheliegenden, einheimischen Bauern, die mir bekannt sind, einzukaufen und diese in den Bereichen Milchprodukten, Gemüse, Früchte, gar Fleisch zu berücksichtigen.
Die Auswertungen der Tests haben mir ebenfalls gezeigt, dass ich meinen "Wärme- und Stromkonsum" überdenken müsste. Das dünkt mich ein eher schwieriges Unterfangen, denn ich bin (noch) nicht in der Lage, selbst ein Haus zu besitzen, geschweige denn das bestehende Heim zu renovieren und mit geeigneten Wärmequellen auszustatten. Somit bleibt mir lediglich der achtsame Umgang mit Energie in Nutzung mit den vorhandenen Geräten.
Abschliessend zum "Footprint"-Test möchte ich sagen, dass der CEO von WWF-Schweiz NICHT mit den ÖV zum diesjährigen WEF nach Davos gefahren ist, dass er sich ebenfalls an den aus der Südsee eingeflogenen Riesenhummern verköstigt und an dem aus Frankreich eingeflogenen Champagner sattgetrunken hat. Dies zum Thema Nachhaltigkeit des WWF - und über das Vorbild sein in der Öffentlichkeit.

1 Kommentar:

  1. Ich kann dich gut verstehen, dass es für dich bei einigen Punkten nicht möglich ist, dich umweltfreundlicher zu verhalten. Vor allem sind die Dorfladen meistens nicht so vielfältig ausgestattet und vertreiben oftmals gar keine Bio-Produkte.
    Der Faktor Zeit ist natürlich immer eine "gute" Ausrede für das Benutzen des Fahrzeuges. Jedoch bei deinem Fall sieht es so aus, dass es wirklich sonst gar nicht möglich die Ausbildung zu machen.
    Schön finde ich dein Schlussstatement. Das ist wirklich peinlich für den WWF, wenn sie so gross geprotzt ans WEF kommen und uns kleinen dann eine Standpauke halten, wie wir uns nun im Alltag verhalten sollen.

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