



Unseren SOL-Auftrag führten wir in einem Altersheim durch. Wir stellten ein kurzes Programm zusammen, welches wir den Menschen vortragen wollten.
Die ganze Organisation im Vorfeld empfanden wir als eher schwerfällig. Da wir aus verschiedenen Lerngruppen stammen, haben wir vorwiegend über e-Mail kommuniziert. Trotzdem haben wir es geschafft mit einem lässigen Programm die älteren Menschen zu begeistern.
Anfangs als wir ins Altersheim kamen, war es ein wenig ein komisches Gefühl. Der Geruch, die Menschen... Endstation... Uns war im ersten Moment nicht zum Lachen zu Mute.
Als wir mit dem Programm begannen, hatten wir kurz das Gefühl, dass es die Menschen gar nicht wirklich interessiert. Doch mit jedem Lied, dass wir mehr sangen, stieg die Freude der Menschen. Besonders die Appenzellerlieder kamen an. Die Leute begannen mitzusingen. Die strahlenden Augen der Menschen haben uns animiert, motiviert und auch wir wurden immer lockerer. Wir haben wohl mehr spontan als geplant gehandelt, dies hat das ganze aber gemütlich und nicht star gemacht.
Am meisten fasziniert hat uns ein Mann, welcher im Rollstuhl sass, die Augen immer geschlossen hielt und es schien, dass er nichts mitbekommt. Beim letzten Lied jedoch, welches wir mit den älteren Menschen zusammen gestalteten (sie begleiteten mit Steinen), begann dieser Mann plötzlich mit seinen Füssen den Takt mitzuklopfen. Vorher haben wir von ihm keine Bewegungen gesehen. So wussten wir, dass unsere Lieder bei allen ankamen.
Für uns war dies ein wahnsinnig erfühllendes Erlebnis und wir sind froh, haben wir uns für eine solche Unterhaltung entschieden.
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