Donnerstag, 12. März 2009

Achtsam wahrnehmen – achtsam leben

Es gab in dieser Woche zwei Momente, die ich bewusst – achtsam – wahrgenommen habe.

Das erste Beispiel ereignete sich in der Schule. Ich unterrichte jeweils am Mittwoch eine 4. Klasse. Momentan behandle ich mit den Kindern das Thema Märchen. Als Hausaufgabe hatten die Schülerinnen und Schüler den Auftrag, einen Text mit dem Titel „Wenn ich für einen Tag König (-in) wäre…“ zu schreiben. Einzelne Kinder lasen ihren Text vor. Die meisten wünschten sich eine Villa, Geld, ein gutes Auto, usw. Ein Kind aber sagte, es würde befehlen, dass in der ganzen Welt nur noch mit Solarenergie Strom betrieben würde. Ich wurde hellhörig und fragte, wieso dass es auf diesen Gedanken gekommen war und was dies bringen würde. Daraus ergab sich eine interessante Diskussion, in der ich schnell feststellte, dass die Kinder sehr viel über den Klimawandel und unsere Umwelt wussten. Sie wussten dies nicht einfach so, das Thema wurde bereits ziemlich gründlich in der Schule behandelt. Eine Lehrperson kann somit also schon sehr viel bewirken…

Die zweite Situation ereignete sich gestern Abend beim Vollmondschnee-schuhlaufen. Ich habe mich zusammen mit meiner Kollegin beim Unisport für eine Tour im Appenzellerland angemeldet.
Das Laufen durch den unberührten Schnee gab mir ein Gefühl von Zufriedenheit und Ruhe. Es war wunderschön, im Licht des Mondes durch den Schnee zu stapfen… Auf dem Rückweg vom Speicher in die Stadt, hatte ich eine Sicht über ganz St. Gallen. Ich war schockiert über das riesige Lichtermeer, welches sich vor mir öffnete. Waren diese vielen Lichter denn wirklich notwendig? Ich nahm mir vor, eine Schneeschuhtour wie diese bald wieder einmal zu wiederholen.

1 Kommentar:

  1. Liebe Patrizia

    Ich finde es wichtig, dass wir mit den Kindern über verschiedene Umweltprobleme oft diskutieren.

    Schön, wie du deine erlebte Achtsamkeit beim Schneeschuwandern diese Woche erleben konntest. Du hast die Schneeschuhwanderung achtsam wahrgenommen. Ich denke, dass du dabei völlig bei der Sache warst und deine Gedanken nicht woanders schweiften.
    Ich wünsche Dir bald wieder eine wundschöne Schneetour, wo du Neuigkeiten , Überraschungen und andere Kleinigkeiten entdeckst, welche du dieses Mal vielleicht nicht bewusst wahrgenommen hast:). Denn leider ist es oft so, wenn man etwas das zweite Mal erlebt,wird es weniger geschätzt oder nicht mehr so bewusst wahrgenommen...

    ps. übrigens ist es in AI Schneeschuhlaufen auch empfehlenswert:)

    Laraina Küng, 06Cb

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